Heute möchte ich euch einen ganz besonderen Fisch vorstellen, der trotz seiner geringen Größe ein wahres Highlight in jedem Aquarium darstellt: den Zwergbärbling (Boraras maculatus) *. Mit einer maximalen Körperlänge von gerade einmal zweieinhalb Zentimetern gehört der Zwergbärbling zu den kleinsten für die Aquaristik erhältlichen Fischen.
Die Zwergbärblinge haben eine rötliche Grundfarbe und zeigen drei schwarze Flecken, einen in der Körpermitte und jeweils einen am Ansatz der Afterflosse und der Schwanzflosse. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse haben zudem rot leuchtende Punkte.
Dieser kleine Fisch gehört zur Familie der Bärblinge und ist aufgrund seiner Farbenpracht und seines friedlichen Verhaltens sehr beliebt. In diesem Beitrag verrate ich euch mehr über seine Herkunft, Haltung und Pflege.
Ursprung und natürlicher Lebensraum
Der Zwergbärbling * stammt ursprünglich aus den warmen Gewässern Südostasiens. Insbesondere in West-Malaysia, Sumatra und Singapur fühlt er sich zu Hause. Dort bewohnt er vorrangig langsam fließende, stark bewachsene Gewässer und Uferzonen. Diese natürlichen Lebensräume geben uns bereits Hinweise darauf, wie wir unser Aquarium gestalten sollten, um dem Zwergbärbling ein optimales Zuhause zu bieten.
Haltung im Aquarium
Aufgrund seiner geringen Größe von nur 2-3 cm und seines kleinen Mauls ist er ein beliebter Beifisch für Weichwassergarnelen wie Bienengarnelen und Tigergarnelen. Um einen kleinen Schwarm von 10 Zwergbärblingen zu halten, reicht ein 60 cm langes Standardaquarium aus. Wenn man jedoch einen eindrucksvollen Schwarm von 30-40 dieser Fische in einem größeren, gut bepflanzten Aquarium halten möchte, ist das auch möglich.
Die Haltung dieses kleinen Fisches gestaltet sich als relativ unkompliziert, sofern einige Grundregeln beachtet werden. Das Aquarium sollte mindestens 60 Liter fassen und mit feingliedrigen Pflanzen sowie einer nicht zu hellen Beleuchtung ausgestattet sein. Diese Bedingungen imitieren den natürlichen Lebensraum des Zwergbärblings und bieten ihm ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Laichplätze. In Aquarien fühlen sich Zwergbärblinge in Gruppen von mindestens sechs Tieren wohl.
Wasserwerte und Temperatur
Der Zwergberbling bevorzugt weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,2 und einer Gesamthärte (GH) von 3 bis 10 dGH. Die ideale Wassertemperatur liegt bei 23 bis 26 Grad Celsius. Diese Bedingungen sind nicht nur für das Wohlbefinden des Fisches wichtig, sondern auch für eine erfolgreiche Nachzucht.
Ernährung
Trotz seiner geringen Größe ist der Zwergbärbling ein verhältnismäßig anspruchsloser Esser. Die Pflege des Zwergbärblings ist recht einfach. Er sollte mit einem abwechslungsreichen Futterangebot versorgt werden, das aus Flockenfutter, Frostfutter und Lebendfutter besteht.
Vergesellschaftung
Der Zwergbärbling ist ein sehr friedlicher Fisch, der sich gut mit anderen friedlichen Arten vergesellschaften lässt. Größere Fische sollten jedoch vermieden werden, da sie den Zwergbärbling als Futter betrachten könnten.
Diese geselligen Fische brauchen die Sicherheit, die ein Schwarm von mindestens 10 Artgenossen bietet. Sie lassen sich gut mit anderen gleichgroßen Bärblingen vergesellschaften und passen auch gut zu Zwerggarnelen. Jedoch sollte man sie nicht mit Zwergkrebsen vergesellschaften, da diese die Fischchen erbeuten würden.
Er ist tagaktiv und schwimmt gerne in der Nähe von Pflanzen und Wurzeln. Bei der Paarung zeigt er ein Balzverhalten, bei dem die Männchen um die Weibchen herumschwimmen und sich gegenseitig imponieren.
Ein Juwel für erfahrene Aquarianer
Der Zwergbärbling ist ein wunderschöner und friedlicher Fisch, der in einem gut eingerichteten Aquarium eine tolle Ergänzung darstellt. Mit seiner Farbenpracht und seinem friedlichen Verhalten begeistert er viele Aquarianer. Wenn man ihm die richtigen Bedingungen bietet, ist er auch leicht zu pflegen. Obwohl der Zwergbärbling nicht die anspruchsvollsten Bedingungen für seine Haltung benötigt, empfiehlt er sich besonders für erfahrene Aquarianer. Die genauen Wasserwerte und die Gestaltung des Aquariums spielen eine große Rolle für sein Wohlbefinden und die Möglichkeit einer erfolgreichen Nachzucht.
Nachzucht
Die Nachzucht dieser Fische ist sehr schwierig, da sie in weichem, huminstoffhaltigem Wasser laichen, aber nicht sehr produktiv sind. Die Elternfische sollten direkt nach dem Ablaichen aus dem Zuchtaquarium entfernt werden, da sie die Eier fressen würden. Die winzigen Jungfische werden zunächst mit Infusorien aufgezogen und später können sie auch Artemianauplien fressen.
Fazit
Ein Aquarium mit Zwergbärblingen ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch ein spannendes Projekt. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit wird dieser kleine Fisch sicherlich für viel Freude und Staunen sorgen.
Ich hoffe, dieser Einblick in die Welt des Zwergbärblings hat euer Interesse geweckt. Vielleicht überlegt ihr euch ja, diesem wunderschönen kleinen Fisch ein Zuhause zu geben.
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